Willkommen im Schloss von Graf Dracula

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gerhard
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Willkommen im Schloss von Graf Dracula

Beitrag von gerhard »

Vor langer, langer Zeit hatte in Transsylvanien Fürst Vlad Tepes geherrscht: ein nicht großer, aber doch stattlicher und sehr
gutaussehender Mann, kräftig, breitschultrig, muskulös, langes dunkles Haar, ein markantes Profil mit einer ausgeprägten
Adlernase, ein starker dunkler Schnurrbart über einem vollen roten Mund.

Er führte eine sehr glückliche Ehe mit seiner wunderschönen Frau Elisabetta - bis zu dem Tag, als es wieder mal einen Krieg
gegen das Osmanische Reich gab. Vlad umarmte und küsste seine heftig weinende geliebte Frau und versicherte ihr, er werde
bald wieder bei ihr sein.

Was sie ihm nicht glaubte! Der Krieg verlief sehr grausam, und Vlad erwarb sich dadurch, dass er gefangene Türken - pfählen
liess - immer sehr viele auf einmal! - den schrecklichen Beinamen "Der Pfähler".

Der türkische Großwesir rächte sich auf eine furchtbare Weise: Eines Tages bekam Elisabetta einen Brief, in dem stand, ihr
geliebter Vlad sei - im Kampf getötet worden!

Und die unglückliche Frau öffnete ein Fenster des Schlosses - und starrte, ihr schönes Gesicht tränenüberströmt, hinaus.
Und dann holte sie einen Stuhl - und stellte sich auf die Fensterbank - um dann, nachdem sie nochmals einen Blick zurück ins
Zimmer geworfen hatte - in die Tiefe zu springen!

Vlad kehrte aus dem Krieg zurück. Mehrere orthodoxe Geistliche pflanzten sich vor ihm auf - und sagten dem Verzweifelten,
dass seine Frau wegen ihres Selbstmords für immer verdammt sei!
Sein Schmerz, aber auch seine Wut auf diese "Gottesmänner" war unermesslich!

Eine lange Zeit verging: Und dann, eines Tages, kam ein englischer Rechtsanwalt namens Jonathan Harker in das Schloß -
und stand vor einem hochgewachsenen, komplett schwarz gekleideten alten Mann. Außer dem großen weissen Schnurrbart,
der die harten, sehr roten Lippen fast ganz bedeckte, gab es (fast) nichts an ihm, das nicht schwarz war!

Fürst Vlad, längst ein Untoter und weithin als "Dracula" bekannt, entdeckte eines Tages im Gepäck seines "Gastes" ein
Bild - das einer sehr schönen Frau, die genauso wie seine immer noch geliebte, für ihn unvergessliche Elisabetta aussah!

Es war Mina, die sehr schöne Frau von Jonathan.
Vlad/Dracula gelangte nach London - und dann kam der Tag, an dem er im Zimmer der schönen Mina stand:
Es gab keinen Augenblick, keinen Tag, keine Stunde, an dem er nicht ein Bild seiner Elisabetta dabei hatte.

Wie reglos vor Mina, einer sehr gütigen und liebevollen Frau, stehend, hielt er ihr mit ausgestrecktem Arm das
Bild hin - und erzählte ihr von Elisabetta - und auch über die so unbarmherzigen und gnadenlosen orthodoxen Geistlichen "damals"!

"Ihr erinnert mich sooo sehr an meine geliebte Frau!" Und als er auf Rumänisch "O, Doamne!"("Oh Gott")hinzufügte, konnte
Mina in den rotglühenden Augen Draculas ganz deutlich zwei Tränen sehen!

Dann kam der Tag, an dem sich Jonathan Harker, Mina, mehrere Freunde der beiden und natürlich der große Gelehrte
und "Vampirjäger" Abraham van Helsing (wieder) in Transsylvanien befanden: Van Helsing nahm einen zugespitzten Holzpfahl
und einen festen Hammer zur Hand und schritt ruhig auf den offenstehenden Sarg zu - in dem Dracula lag.

Und zur masslosen Verblüffung (oder/und zum Entsetzen/zur Bestürzung?) aller rief Mina: "NEIN!"
Die schöne, gütige und liebevolle Mina, das dunkelbrünette Haar aufgesteckt, liebevolle Augen, ein perfekt geschnittener,
sinnlicher Mund, nahm sehr ruhig dem Professor den Pfahl und den Hammer aus der großen Rechten, beugte sich über
den Sarg - und küsste die harten roten Lippen Draculas.

Und auf einmal lag in dem Sarg nicht mehr das "Ungeheuer", sondern ein stattlicher Mann mit langen dunklen Haaren,
großer Adlernase, durchdringend blickenden dunklen Augen - und einem sehr dichten und starken starken Schnurrbart über
einem sehr vollen roten Mund.

Mina streckte einen Arm aus - und der stattliche Mann, einst Fürst Vlad, stieg aus dem Sarg. Und eine große,kräftige braune
Hand faßte die schmale und sensible Rechte der schönen Frau.

Und dann gingen die beiden Hand in Hand an allen vorbei - in das Schloß hinein.
Jede andere Person, die NUN in das Schloß hineingegangen wäre, hätte zerfetzte Wandteppiche, Trümmer, eine fast
eingestürzte Zimmerwand, eine fast eingestürzte Treppe, die in ein "Nichts" führte, gesehen...

Aber Mina sah schöne Räume und Säle, wunderschöne Gemälde, kunstvolle Säulen... Sie und Vlad schritten die Treppe
hinauf. Er öffnete eine Tür, die an der Aussenseite "verrottet" aussah: Aber INNEN war das Zimmer, in dem sich beide
nun befanden, wunderschön! Vlad zog Mina fest an sich - und dann fanden sich die Lippen der beiden!

Jahre vergingen - NICHT für Mina und Vlad! Für die beiden war jeder Tag "gleich" - voll von ihrer Liebe!
Und dann kam ein Tag, an dem eine junge Frau vor dem Schloss stand:
Sie trug das wellige blonde Haar kurz und hatte ein hübsches Gesicht, intensiv blaue Augen und einen geschwungenen roten Mund.
Die Frau trug eine weisse Pelzjacke, weisse Hosen und weisse Pelzstiefel.

Sie hiess Ericka van Helsing und war eine Nachfahrin des Professors und "Vampirjägers".
Ericka betrat das Schloß, das für sie wie eine verfallene Ruine aussah und schritt durch die für sie verfallenen Räume
- und gelangte zu der für sie eingestürzten Treppe, die für sie ins "Nichts" führte.

Auf einmal öffnete sich knarrend eine modrige Tür - und drei Frauen standen vor ihr. Es waren sehr schöne Frauen,
die wie sehr vornehme Damen aussahen und auch sehr, sehr elegant und vornehm gekleidet waren. Jedes Haar in ihren
Frisuren schien perfekt zu sitzen und zu liegen.
Zwei der Frauen hatten sehr langes schwarzes Haar, kühne Adlernasen und durchdringend blickende dunkle Augen, die sich,
als sie vor Ericka standen, in ihre blauen wie zu bohren schienen.

Sie waren hochgewachsen und wundervoll proportioniert, mit kleinen, sehr schön geformten Brüsten. Die Lippen der scharfgezeichneten
Münder waren hochrot, die weissen Hände lang und schmal.
Die dritte Frau hatte langes, gewelltes blondes Haar und blaue Augen und "auch" eine sehr gute Figur - und einen sehr
großen Busen, über den sich, wie Ericka bald erfahren sollte, die beiden anderen gern lustig machten:
"Hast du eine Bäuerin oder eine Amme unter deinen Vorfahren gehabt?"

"Aber" auch die Blonde hatte einen sehr schönen, scharfgezeichneten Mund mit hochroten Lippen.
Alle drei, eine nach der anderen, blickten lange und intensiv in die Augen Errikas. "Wie heisst Ihr?"
"Ähm, Ericka van Helsing!" -

"Ihr sucht wahrscheinlich Fürst Vlad - für Euch wohl "Dracula"! Aber der (kicherte die eine
der beiden dunkelhaarigen Frauen?)ist beschäftigt: SEHR beschäftigt! Mit seiner großen Liebe, einer gewissen Mina Harker,
die sich aber nun für ihn Elisabetta nennt! Wir beide sind übrigens Anda, das heisst "Beschützerin der Männer",
und Bredica, was "Geliebte der Nacht" bedeutet!
Und DAS passt perfekt - weil wir VAMPIRINNEN sind!
Und hier dürfen wir Euch (die Schöne deutete auf die Blonde) Eleana vorstellen:
Das heisst übrigens "Das Licht" - "etwas", in das sie als Vampirin aber besser NICHT kommen sollte!"

Und dann lachte die Schöne - zur Verblüffung Erickas - sehr unbefangen und sehr herzlich!

Und dann nahm die älteste der drei (wie "alt" mochten die drei "untoten"Vampirdamen sein?), Anda, eine Hand
der hübschen Ericka. Sie wurde in ein wunderschönes, nicht eine Spur verfallenes Zimmer geführt - in dem es unter
anderem ein Bett (von Seidenvorhängen umgeben), eine Waschschüssel und einen Wasserkrug aus feinstem Porzellan
und einen Schreibtisch gab:

"Setz DICH! Wir wollen, dass DU nun einen Brief schreibst! DU, Ericka, wirst schreiben, dass du hier im Schloss bleiben
wirst. Wir werden dich mit Vlad und Mina/"Elisabetta" bekanntmachen. Du wirst ihn charmant und großzügig finden und in
ihm einen wahren Edelmann kennenlernen! Und sie ist eine sehr gütige und sehr liebevolle Frau, in der du sehr rasch
gewiss eine sehr gute neue Freundin haben wirst!

Aber die meiste Zeit, eine sehr, sehr lange Zeit, wirst du mit UNS verbringen!"

Anda winkte mit einer Hand, und Eleana ging - und kehre nach einer Weile mit dem besten Essen zurück, das Ericka je bekommen
hatte: Zuerst die legendäre Ciorba, ein Eintopfgericht mit Kraut und Fleischklösschen, dann feinen Rinderbraten mit Gemüse, Sauce
und Kartoffeln, danach die beliebteste Spezialität vieler Balkanländer: "Paprikahendl". Das Essen klang mit Mamaliga/Polentaschnitten
und Obstkuchen aus und wurde von exquisiten Weinen begleitet.

Danach legten sich drei Lippenpaare - die hochroten Lippen fühlten sich auf denen von Ericka wie "brennend" an - auf den hübschen
Mund der jungen Frau. Und danach erstaunte sie es auch nicht mehr, dass die drei Damen nichts aßen und - mit einer Ausnahme("Blut
ist ein ganz besonderer Saft!")- auch nichts trinken wollten - nicht einmal die exquisiten Weine: "Wir trinken niemals - Wein!"

Bredica, die zweite schöne Dunkelhaarige(Die "Geliebte der Nacht"), öffnete ein Fenster, und "unten" begann lautes Heulen zu erklingen
- von Wölfen. Eleana schmunzelte breit: "Hörst du es? Was für eine wundervolle Musik sie machen! Die wird uns und dich nun oft
begleiten!"

In einer langen, langen Zeit der Liebe - der Liebe von Vlad und Mina/Elisabetta - und der Liebe und Freundschaft von und für
Ericka, Anda, Bredica und Eleana!

Und so wie Mina sehr schnell herausgefunden hatte, wie unterhaltsam, klug und auch hochgebildet ihr Liebhaber war,
fand nun auch Ericka heraus, dass "auch" die drei Damen sehr gebildet waren und es fast nichts zu geben schien, über das
sie sich mit ihnen nicht austauschen konnte! Alle drei konnten gut singen, beherrschten jeweils mehrere Musikinstrumente und
erwiesen sich auch als begabte Künstlerinnen! Sie konnten aber auch sehr fröhlich sein!

Und waren zugleich liebevoll UND stark und selbstbewusst - wirklich starke Frauen, die sich ihres Wertes bewusst waren!
Und für Ericka wundervolle Liebhaberinnen! Mit denen sie sehr glücklich wurde!

Multumesc ca ai Citi! Dragoste!"
Danke fürs Lesen! Alles Liebe!
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