Abschied vom August

Gedichte ohne ein festes Thema

Abschied vom August

Beitragvon Rehmann » Freitag 28. August 2020, 09:06

Aus und vorbei, auf Wiedersehn,
sagen wir dir, Monat August,
für den September musst du gehn,
das ist dir sicher längst bewusst.

Mensch und Tier warst du willkommen,
erhelltest ständig die Mienen,
wir haben es gern vernommen,
wenn Licht und Sonne erschienen.

Wenn die Blumen voll erblühten,
sangen Vögel Liebeslieder,
wenn die Menschenherzen glühten,
kamen Glücksgefühle wieder.

Wir haben die Wohltat erkannt,
sahen dich und deine Lichter,
und nahmen hin, den Sonnenbrand,
auf Bauch, Rücken und Gesichter.

Ab jetzt ändert sich das Wetter,
fährt so Manchem in die Glieder,
August, du bist viel, viel netter,
drum komm nächstes Jahr – pünktlich wieder.

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Re: Abschied vom August

Beitragvon genok » Samstag 29. August 2020, 09:39

Dies ist paradoxerweise ein zeitloses Gedicht. Es erinnert auch an eine Zeit, zu der in Druckwerken oft Jahreszeiten- und Monatsverse zu entdecken waren. Umso erfreulicher ist es, so etwas in harmonischem Kleid wiederzufinden.
Nur fürchte ich, dass der Klimaänderung wegen von Jahr zu Jahr neu gedichtet werden muss.
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Re: Abschied vom August

Beitragvon Rehmann » Montag 31. August 2020, 10:39

Ich glaube - hätten wir bessere Politiker, hätten wir auch ein besseres Klima !
LG
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Re: Abschied vom August

Beitragvon genok » Dienstag 1. September 2020, 14:02

So gut wie fast alle anderen, so sind auch Politiker nur Menschen. Es könnte indes viel weniger Anlass zu Befürchtungen geben, wenn nicht viele meinten, und nicht nur Politiker, irgendwelchen Interessen gerecht werden zu müssen, sondern ungebunden ihrem gesunden Empfinden folgen würden und könnten - und wenn sie wollten, so wie fast alle anderen Menschen, wenn sie könnten. Dann sähe es unter Umständen vielleicht vielversprechender aus. Diese Möglichkeit, die optimistischerweise noch nicht verspielt zu sein scheint, lässt die Hoffnung hoffentlich nicht hoffnungslos schwinden, sondern weiter bestehen.
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