NEUJAHRSMORGEN

NEUJAHRSMORGEN

Beitragvon heuberger » Freitag 1. Januar 2016, 20:50

Mit viel Gerumse und Geschrei
Rief man das Neue Jahr herbei,
Die Straßen war´n von Menschen voll,
Die wiederum vom Alkohol.

Nicht ganz so lärmend ging es zu
Im Altersheim, dort herrschte Ruh.
Gespiesen hatte man zur Nacht,
Dann wurde man ins Bett gebracht.

Zuvor ein kleines Gläschen Sekt,
Was manchmal noch Erinn´rung weckt,
An das, was früher einmal war.
Das ist vorbei, schon viele Jahr´.

Sie liegen in den Betten all
Als wie in einem Wartesaal
Und warten, still und gottergeben,
So ist es halt, das Leben, eben.

Beim Kommen schreien wir uns heiser,
Beim Gehen sind wir meistens leiser,
und machen still die Augen zu,
woll´n ja nicht stören diese Ruh´.

Am nächsten Morgen, früh beim Wecken,
Dann sollt ihr euch doch nicht erschrecken:
Da ist bloß heimlich, still und sacht,
einer gegangen diese Nacht.
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Re: NEUJAHRSMORGEN

Beitragvon Gila » Samstag 2. Januar 2016, 18:24

Deine Gedichte lesen sich gut und flüssig und der Inhalt gefällt mir ebenso. So ist das mit dem Leben, auf einmal ist jemand nicht mehr da und man muss damit fertig werden.

LG. Gila
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Re: NEUJAHRSMORGEN

Beitragvon heuberger » Freitag 8. Januar 2016, 02:00

So ist es, liebe Gila.
Wir sollten es als gegeben hinnehmen, und die Menschen auch gehen lassen, wenn die Zeit gekommen ist:
AUSNAHME: fremde Gewalt, eigene Verzweiflung. DAS IST EIN GRUND ZUM HANDELN.

Liebe Grüße
Manfred
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