Aufbruch
Verfasst: Sonntag 18. März 2012, 14:06
Aufbruch
Ein grüner Schleierhauch ganz zart
umhüllt schwarzweiße Birkenzweige,
Kastanienknospen, gestern hart,
sie schwellen, zeigen Winters Neige.
Es birst und bricht, streckt und entfaltet
voll Sonnengier und ohne Weichen,
was tot schien, winterstarr erkaltet,
zeigt kraftvoll neuen Lebens Zeichen.
Kann das, was da in Wald und Flur
ganz ohne Widerstand geschieht,
nicht auch des Menschen Grundnatur
ausführ’n in Seele und Gemüt?
Wieso wehrt mancher sich dagegen,
das dunkle Denken loszulassen?
Der Frühling ist auf allen Wegen,
willst du ihn nicht ins Herze fassen?
So komm denn, Seele, aus dem Dunkel,
entriegle das blockierte Tor,
lass zu, dass Frühlings Taugefunkel
dir Frohsinn schenkt wie oft zuvor!
Ein grüner Schleierhauch ganz zart
umhüllt schwarzweiße Birkenzweige,
Kastanienknospen, gestern hart,
sie schwellen, zeigen Winters Neige.
Es birst und bricht, streckt und entfaltet
voll Sonnengier und ohne Weichen,
was tot schien, winterstarr erkaltet,
zeigt kraftvoll neuen Lebens Zeichen.
Kann das, was da in Wald und Flur
ganz ohne Widerstand geschieht,
nicht auch des Menschen Grundnatur
ausführ’n in Seele und Gemüt?
Wieso wehrt mancher sich dagegen,
das dunkle Denken loszulassen?
Der Frühling ist auf allen Wegen,
willst du ihn nicht ins Herze fassen?
So komm denn, Seele, aus dem Dunkel,
entriegle das blockierte Tor,
lass zu, dass Frühlings Taugefunkel
dir Frohsinn schenkt wie oft zuvor!