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Oma´s Tod
Verfasst: Dienstag 8. Mai 2012, 23:19
von Stiekel
Ich weiß,
dass Oma´s Seele
bei Gott geborgen ist.
Er hat sie gut verwahrt.
Aber ich habe
auch das Vergängliche
an ihr
so sehr geliebt.
Ich
vermisse ihr Lächeln,
dass sie
für mich hatte.
Die Wangen,
die sich so
weich und zart
anfühlten.
Die Nähe und Wärme.
Der Druck ihrer Hände,
die mich
so liebevoll hielten.
Ihre Geschichten.
Alles habe ich verloren,
Es macht mich traurig
und kommt nie wieder.
©Sabine Brauer
Re: Oma´s Tod
Verfasst: Donnerstag 10. Mai 2012, 16:27
von Gila
Hallo Sabine,
so ist das mit dem Verlust eines geliebten Menschen, er fehlt an allen Ecken und Kanten. Ich habe vor einem halben Jahr meine Mutter zu Grabe getragen und auch wenn es eine Erlösung und sie war alt war, sie war geistig fit und es verging kein Tag ohne ein Gespräch. Die Lücke ist da aber es wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre.
L.G. Gila
Re: Oma´s Tod
Verfasst: Freitag 11. Mai 2012, 02:31
von Stiekel
Liebe Gila,
es handelt sich hier um meine Mutter.
Meine Tochtererzählte mir an Mamas Todestag, wie es ihr ums Herz ist,
das habe ich in dem Gedicht festgehalten.
Ich fand ihre Beschreibung von der Oma so treffend und rührend.
Manchmal, wenn ich etwas besonderes erlebt habe, laufe ich noch heute zum Telefon.
Dann fällt mir wieder ein, das die Mama schon 8 Jahre tot ist.
Dir liebe Grüße von Sabine
Re: Oma´s Tod
Verfasst: Sonntag 20. Mai 2012, 22:01
von Lena
Da habt ihr beide schon einen schweren Verlust gehabt und müsst damit zurecht kommen.
Meine Mutter lebt noch, aber ich habe sie im Grunde trotzdem verloren, denn sie ist sehr dement und nicht mehr die Person, die Mutter, die sie einmal war. Sie ist pflegebedürftig und manchmal wie ein kleines Kind. auch ihre Hände werden mich nie mehr sanft streichel, obwohl sie noch lebt.
LG Lena
Re: Oma´s Tod
Verfasst: Montag 21. Mai 2012, 22:41
von Stiekel
Liebe Lena,
dass ist sehr traurig.
Ich wüsste nicht, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten sollte. Ich hatte mal eine Bekannte, die ich als lebenslustige Frau kannte. Ich traf sie zufällig im Altenheim. Sie dachte, ich gehöre zu ihr und wollte unbedingt mit mir nach Hause. Sie weinte bitterlich und es zerriss mir fast das Herz, sie so zu sehen.
Danke fürs Lesen und Kommentieren.
Liebe Grüßevon Sabine