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HERBSTNEBEL

Verfasst: Dienstag 17. November 2015, 13:12
von heuberger
Alles verschwimmt

Der Herbst mit Macht ist eingezogen.
Wer´s konnte, der ist auf der Flucht.
Die Vögel sind längst fortgeflogen.
Wohl dem, der jetzt gar nichts mehr sucht!

Es wird allmählich zitternd kalt,
ein dichter Nebel zieht herein,
beschränkt die Sicht im tiefen Wald.
Das Denken stockt, friert sich auch ein.

Jetzt gilt´s, noch bisschen was zu tun,
die allergrößte Not zu lindern.
Ein Plätzchen finden, dort zu ruh´n,
die harte Zeit zu überwintern.



Der Letzte macht das Licht aus.

Re: HERBSTNEBEL

Verfasst: Sonntag 22. November 2015, 19:16
von Lena
Hallo Heuberger,

dein Gedicht erinnert mich an das von Rilke, in dem es heißt "und wer kein Haus hat, baut sich keines mehr"

Genau so ist es im Herbst kurz vor Winteranfang.

LG Lena

Re: HERBSTNEBEL

Verfasst: Montag 23. November 2015, 18:06
von heuberger
Hallo, Lena,
Eine Nähe zu Rilke hätte ich niemals vermutet, aber jetzt bin ich mir da doch nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht ein klitzekleiner Hauch der Stimmung. Aber nicht diese Wortgewalt (leider).
Danke
Grüßle
Manfred