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Gewitter am Don

Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 16:46
von Roland
Leise fließt der Don vorüber,
weich tanzen Wellen auf ihm Reigen.
Donner schleicht vom Wald herüber.
Es hüllt die Steppe sich in Schweigen.

Blitze zucken übers kleine Dorf,
Gerste reckt sich durstig aus dem Sand.
Hitze legt sich auf den schweren Torf,
Regenkörner fallen auf das Land.

Ein Donnerschlag zerreißt die Stille,
Wellen brechen sich am Ufer,
Das Schilf beugt sich des Sturmes Wille.
und erwählt den Fluss zum Rufer.

Der Regen stürzt sich auf die Steppe,
Sonnenblumen beugen sich der Macht.
Ein Bauer betet auf der Treppe.
Vom Blitz die Weide nieder kracht.

Der Don zieht unbeeindruckt weiter,
ein Habicht folgt ihm mit Geschrei,
und auf der Steppe stürmen Reiter,
Der Blitz, der Donner zieh'n vorbei.

Re: Gewitter am Don

Verfasst: Dienstag 14. Dezember 2010, 17:58
von HansPeter
Bild

Ein gewaltiges Bild eröffnet sich beim Lesen dieses Gedichts. Eine Naturbeschreibung der besonderen Art...

Herzlichst

Hans-Peter

Re: Gewitter am Don

Verfasst: Mittwoch 22. Dezember 2010, 17:04
von Roland
Danke dir für dein Lob.
gesegente Weihnachten
Gruß
Roland

Re: Gewitter am Don

Verfasst: Donnerstag 23. Dezember 2010, 17:42
von Karina1
:) Lieber Roland,
bin ganz neu--das Küken sozusagen :D und freue mich, gleich so wunderbare
Zeilen lesen zu dürfen- traumhaft schönes Kopfkino-- liebe die russische Taiga,
mein Vater hat mir viel erzählt über die Flüsse, aber auch in den Büchern
russischer Autoren werden die Flüsse, wie Wolga, Don und Lena immer
wieder erwähnt.
Ein wundervolles Gedicht--wünsche dir frohe Feiertage v. karina :twisted: