Das Wohnrecht
Verfasst: Dienstag 31. Mai 2011, 18:23
Das Wohnrecht
In der Wüste im Sinaigebiet begegnete ich einem Nomaden. Er lud mich ein auf eine Tasse Tee. Wir saßen auf Kissen im Schatten seines Zeltes. Wir redeten über vielerlei Dinge. Er schmunzelte über die vielen Fragen die ich ihm stellte. Er lehrte mich, dass heisser Tee besser ist gegen den großen Durst in der Hitze der Wüste. Lange Ärmel meinen Körper besser schützen vor den gefährlichen Sonnenstrahlen als die modernen Top. Wir redeten über das Leben, das Sterben, Gott und die Welt.
Da stellte ich ihm die Frage, was er tue gegen die Menschen die ihn verletzen. Sei es durch Worte oder böse Taten. Er zeichnete mit einem Stab ein Herz in den Sand. Dann sagte er: "Die haben kein Wohnrecht in meinem Herzen!"
Seither denke ich oft an diesen weisen Mann. Wer also in böser Absicht zu mir kommt, der hat in meinem Herzen kein Zimmer frei. Wenn ich ihn gar nicht rein lasse, dann kann mich auch nicht belasten was er sagt. Er geht dann einfach vorbei und nimmt seinen Rucksack voller Neid, nicht Erledigtem aus seinem Leben, Hass, Missgunst oder Bitterkeit wieder mit.
Dieser Nomade hat mich sehr beeindruckt mit seiner Ruhe und Gelassenheit. Durch seine Reife und Lebenserfahrung war er reicher als der, welcher nach Macht und Geld strebt. Er stand über den Dingen ohne Überheblich zu wirken. Es gelang ihm den inneren Denksprung zu machen zwischen Wichtig und Unwichtig. Er sah sich nicht als Bauchnabel der Welt und konnte auch unterscheiden, wann ist es dran seine Bedürfnisse zu befriedigen und wann die des Nächsten. Dieser Mensch hat Spuren hinterlassen in meinem Herzen.
Karin Balmer
In der Wüste im Sinaigebiet begegnete ich einem Nomaden. Er lud mich ein auf eine Tasse Tee. Wir saßen auf Kissen im Schatten seines Zeltes. Wir redeten über vielerlei Dinge. Er schmunzelte über die vielen Fragen die ich ihm stellte. Er lehrte mich, dass heisser Tee besser ist gegen den großen Durst in der Hitze der Wüste. Lange Ärmel meinen Körper besser schützen vor den gefährlichen Sonnenstrahlen als die modernen Top. Wir redeten über das Leben, das Sterben, Gott und die Welt.
Da stellte ich ihm die Frage, was er tue gegen die Menschen die ihn verletzen. Sei es durch Worte oder böse Taten. Er zeichnete mit einem Stab ein Herz in den Sand. Dann sagte er: "Die haben kein Wohnrecht in meinem Herzen!"
Seither denke ich oft an diesen weisen Mann. Wer also in böser Absicht zu mir kommt, der hat in meinem Herzen kein Zimmer frei. Wenn ich ihn gar nicht rein lasse, dann kann mich auch nicht belasten was er sagt. Er geht dann einfach vorbei und nimmt seinen Rucksack voller Neid, nicht Erledigtem aus seinem Leben, Hass, Missgunst oder Bitterkeit wieder mit.
Dieser Nomade hat mich sehr beeindruckt mit seiner Ruhe und Gelassenheit. Durch seine Reife und Lebenserfahrung war er reicher als der, welcher nach Macht und Geld strebt. Er stand über den Dingen ohne Überheblich zu wirken. Es gelang ihm den inneren Denksprung zu machen zwischen Wichtig und Unwichtig. Er sah sich nicht als Bauchnabel der Welt und konnte auch unterscheiden, wann ist es dran seine Bedürfnisse zu befriedigen und wann die des Nächsten. Dieser Mensch hat Spuren hinterlassen in meinem Herzen.
Karin Balmer